Fragen & Antworten

Es ist stets unser Anliegen, auf all Ihre Fragen zum Zahnarztbesuch klare und transparente Antworten zu geben. Zu einigen Stichpunkten finden Sie hier Informationen. Von A wie Amalgam bis Z wie Zuzahlung.

Diese Rubrik kann nicht die individuelle Beratung vor Ort in der Praxis ersetzen, aber nutzen Sie die Gelegenheit, sich vorab zu informieren.

Wissenschaftlich sehr fundierte Stellungsnahmen zu Themen der Zahnmedizin finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).

Warum verwenden Sie in Ihrer Praxis kein Amalgam?

Amalgam ist ein billiges, lange haltbares und schnell zu verarbeitendes Material. Aus diesen Gründen war es lange die erste Wahl für Füllungen bei der Kariesbehandlung.

Die in der Zahnmedizin verwendeten sogenannten Silberamalgame bestehen etwa zu gleichen Teilen aus Silber und Quecksilber. Besonders beim Einbringen einer neuen und beim Herausschleifen einer alten Amalgamfüllung verdampft ein Teil des giftigen Quecksilbers und wird eingeatmet. Zusätzlich gibt eine Amalgamfüllung über den gesamten Zeitraum, den sie im Mund ist, Quecksilber ab, was heruntergeschluckt und in den Organismus aufgenommen wird.
Da das gesundheitliche Gefährdungspotential trotz vieler und eingehender Untersuchungen nach wie vor nicht abschätzbar ist, haben wir uns bereits vor über 25 Jahren gegen die weitere Verarbeitung dieses Materials entschieden. Dass wir mit diesem Vorgehen nicht falsch liegen zeigt unter anderem das im Februar 2009 in Schweden in Kraft getretene Amalgamverbot.

Warum Zahnersatz vom hausinternen Labor?

Sie als Patient profitieren in vielerlei Hinsicht von der Kooperation mit dem Zahntechnischen Labor Occlu-Concept:

  • alle zahntechnischen Arbeiten sind zu 100% "made in germany" 
  • Das Labor ist immer auf dem aktuellsten Stand der Technik: Alle Arten von Zahnersatz bleiben von Beginn bis Fertigstellung in den eigenen Händen.

  • gut ausgebildete und erfahrene Zahntechniker: Regelmäßige Fortbildungen und Weiterqualifikation sind für die Zahntechniker bei Occlu-Concept eine Selbstverständlichkeit.

  • eingespieltes Team: Viele Arbeitsabläufe und Techniken wurden von Praxis und Labor gemeinsam entwickelt und optimiert. Alle verwendeten Materialien sind perfekt aufeinander abgestimmt.

  • räumliche Nähe: Ein Zahntechniker kommt zu Ihnen an den Behandlungsplatz, ermittelt Ihre Zahnfarbe und bespricht mit Ihnen Ihre Vorstellung der „neuen Zähne“.

  • Reparaturen an herausnehmbarem Zahnersatz können dank Laserschweißtechnik innerhalb weniger Stunden vorgenommen werden.

Welche Fluoridierungsmaßnahmen sind bei Kindern anzuraten?

Laut Empfehlung der DGZMK sollte beim Säugling ein reines Vitamin D Präparat gegeben werden, ohne Fluorid-Zusatz. In Tablettenform zusätzlich gebebenes Fluorid wird nur zu einem sehr geringen Anteil in den sich entwickelnden Zahn eingebaut.

Ab dem ersten Zahn wird mit einer Zahnbürste (langer Griff und kleiner Bürstenkopf) mit einer linsengroßen Menge Kinderzahnpasta geputzt. Der Fluoridgehalt der Zahnpasta sollte 500 ppm betragen. Zusätzlich sollte fluoridiertes Speisesalz im Haushalt verwendet werden.

Ab dem Durchbruch des ersten bleibenden Backenzahns (ca. im sechsten Lebensjahr) sollten die Kinder anfangen mit einer Zahncreme für Erwachsene zu putzen (Fluoridgehalt ca. 1500 ppm). Auch eine sog. Jugendzahncreme mit einem Fluoridgehalt von ca. 1000 ppm kann verwendet werden. Die Zahncreme sollte Natriumfluorid oder Aminfluorid enthalten.

Zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen sind nur bei hohem Kariesrisiko anzuraten.

Generell gilt die Faustregel, dass Eltern bei ihren Kindern nachputzen sollten, bis das Kind in der Lage ist Schreibschrift zu schreiben. Ob eine elektrische oder Handzahnbürste verwendet wird, spielt keine Rolle.

 

Warum Fluorid?

Normaler Zahnschmelz besteht v.a. aus Hydroxylapatit. Wird Fluorid zugeführt, wird Hydroxylapatit ersetzt durch das säurebeständigere Fluorapatit; außerdem bildet sich eine schützende Calcium-Fluorid Schicht auf der Zahnoberfläche. Die von karieserregenden Bakterien gebildete Milchsäure muss länger einwirken, bevor sie Schäden am Schmelz verursacht.

Vereinfacht gesagt erhöht sich der Anteil an Fluorapatit im Zahnschmelz, wenn über einen längeren Zeitraum täglich eine geringe Dosis Fluorid zugeführt wird. Wenn über längere Zeit kein Fluorid aufgebracht wird, „wäscht“ sich das Fluorapatit aus, und wird wieder durch Hydroxylapatit ersetzt.

D.h. nur eine andauernde, lokale Zufuhr geringer Mengen Fluorid (bspw. über eine handelsübliche Zahnpasta) bringt den gewünschten kariesprotektiven Effekt.

Die genaueren Mechanismen sind noch komplizierter und sind z.B. bei Wikipedia anschaulich dargestellt.

Ist ein Implantat für mich geeignet?

Anhand der Analyse eines individuell hergestellten Kiefermodells und aktueller Röntgenbefunde wird zunächst ermittelt, ob ein ausreichend stark dimensionierter Kiefer vorliegt, um eine Implantation durchführen zu können. Reicht die Knochenstärke zunächst nicht aus kann das Implantatbett mitunter durch Verwendung von Knochenersatzmaterialien „aufgefüttert“ werden ("Knochenaufbau"). Das Knochenersatzmaterial wird im Idealfall langsam von Blutgefäßen durchwachsen und durch Knochen ersetzt.

Zur Übertragung der Modellsituation wird eine Operationsschablone angefertigt, mit deren Hilfe das Implantat exakt an der vorher ermittelten Stelle eingebracht werden kann. Anschließend heilt das Implantat innerhalb von zwei bis sechs Monaten ein. Nach dieser Phase kann im Dentallabor die Krone hergestellt werden.

In unklaren Situationen ist die Erstellung eines Digitalen Volumentomogramms (DVT) sinnvoll: Eine Art hochauflösende Computertomographie (CT) des Operationsgebiets verschafft Klarheit über alle Strukturen. Anders als beim CT sind beim DVT sehr kleine Röntgenvolumina möglich. Dadurch reduziert sich die durch die Aufnahme entstehende Strahlung erheblich.

Auch bei anatomischen Grenzfällen kann Frau Trautmann dank umfassender Qualifizierung und modernster Technik oft eine Implantatversorgung ermöglichen.

Was ist ein Inlay? Gibt es besondere Vorteile gegenüber herkömmlichen Füllungen?

Ein Inlay bzw. eine Einlagefüllung ist eine außerhalb des Mundes in einem Stück gefertigte Füllung. Die Vorteile eines Inlays sind vielfältig:

  • perfekte Passung und somit lange Haltbarkeit
  • anatomisch natürliche Form, insbesondere im Bereich der Zahnzwischenräume
  • Form- und Farbstabilität über viele Jahre hinweg
  • kein Abrieb und Verschlucken von Kunststoffpartikeln.

Bis vor ca. 15 Jahren galten Goldinlays als die beste Möglichkeit einen Zahn zu restaurieren. Der Wunsch nach zahnfarbenen, ästhetisch ansprechenden Füllungen führte zur Entwicklung von Keramikinlays.

Wann braucht ein Zahn eine Krone? Welche Behandlungsschritte sind nötig?

Manche Zähne sind großflächig kariös zerstört, oder bestehen fast nur noch aus Füllmaterial. Bei anderen liegt eine Karies so tief unterhalb des Zahnfleischs, dass keine ausreichende Isolation mehr möglich ist, um den Zahn mit einer Füllung zu versorgen. In allen solchen Fällen sollte der betreffende Zahn überkront werden.

Für eine solche Überkronung wird ein Zahn nicht wie häufig angenommen direkt überhalb des Zahnfleischs komplett abgeschliffen. Vielmehr wird der Zahn rundherum um ca. 1-2 mm reduziert, um ausreichenden Platz für eine anatomisch geformte Krone zu schaffen. Der beschliffene Zahn wird abgeformt, und die Abformung an ein Dental-Labor weitergegeben, wo ein Zahntechniker die Krone herstellt. Bis die neue Krone fertig ist, wird der Zahn mit einer provisorischen Krone aus Kunststoff versorgt. In einer weiteren Sitzung wird die fertige Krone ähnlich einer Hülse über den Zahnstumpf gesetzt und fest zementiert.

Welche Vorteile bringt die Behandlung mit einem Laser?

Durch die punktuell extrem hohe Energieeinwirkung des Lasers wird eine sofortige Keimfreiheit der behandelten Oberfläche erzielt. Im Gegensatz zu anderen Verfahren dringt die Hitze aber nicht in die Tiefe des Gewebes ein. Es entsteht eine sterile, nicht blutende, sehr gut heilende Wundfläche. Nach der Behandlung sind kaum Schmerzen zu erwarten.

Was genau versteht man unter einer Parodontitis?

Parodontitis (früher: Parodontose) ist eine Volkskrankheit, die in der Regel durch Zahnstein und Zahnbelag hervorgerufen wird. Zahnbelag besteht zum überwiegenden Anteil aus Bakterien und deren Ausscheidungen. Je länger Zahnbelag in der Mundhöhle bleibt, umso härter wird er und wandelt sich schließlich zu Zahnstein um. Der bakterielle Biofilm stellt einen starken Entzündungsreiz dar: zunächst kommt es zu einer Zahnfleischentzündung: Das Zahnfleisch schwillt an und blutet beim Zähneputzen. Es liegt den Zähnen nicht mehr straff an, sondern wirkt aufgelockert und lappig.

Bleibt diese Zahnfleischentzündung unbehandelt, kann es schließlich zu einer schleichenden Entzündung und Zerstörung auch des Kieferknochens kommen. Häufig verläuft diese Erkrankung über viele Jahre völlig schmerzfrei und bleibt deshalb unbemerkt. Unbehandelt kann sie zum Zahnverlust führen.

Eine unbehandelte Parodontitis greift nicht nur die Zähne an, sondern kann auch zu allgemeinmedizinischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, rheumatische Erkrankungen, Bluthochdruch) beitragen.

Wie wird eine Parodontitis behandelt?

Für die Behandlung einer Parodontitis sehen die Krankenkassen eine sogenannte „Kürettage“, d.h. ein Ausschaben der Zahnfleischtaschen mit Hilfe kleiner meißelartiger Instrumente vor. Im Anschluss an eine solche Behandlung kommt es allerdings häufig zu schmerzenden Wunden und sehr empfindlichen Zahnhälsen.
Um diese Komplikationen so weit wie möglich zu reduzieren, bieten wir über die Empfehlung der Krankenkassen hinaus die Behandlung mit verschiedenen Ultraschall-Reinigungsgeräten an.

Besonders schonend und effektiv ist die Parodontal-Behandlung mit Laser und VECTOR-Gerät.

Unsere Fachleute in Sachen Parodontal-Behandlung sind Herr Reiß und Frau Dr. Gorath.

Wie ist der Ablauf bei einer Professionellen Zahnreinigung?

Von einer speziell geschulten Mitarbeiterin werden sämtliche Zahnflächen und Zahnzwischenräume akribisch gereinigt und geglättet, auch alle Verfärbungen werden entfernt. Anschließend erfolgt eine Fluoridierung der Zähne zur Härtung des Zahnschmelzes.
Wir beraten Sie zur Durchführung Ihrer häuslichen Mundhygiene und geben Tipps zu individuellen Risiken wie Ernährung, Rauchen oder Diabetes.

Die Kosten der Professionellen Zahnreinigung werden nach dem zeitlichen Aufwand bemessen. Viele Gesetzliche Krankenkassen und Zahnzusatzversicherungen übernehmen zumindest teilweise die Kosten.

Was kann ich tun, um meine Zähne langfristig gesund zu halten?

Die Hauptursache für die Entstehung von Karies und Parodontitis ist bakterieller Zahnbelag. Individuelle Faktoren wie Ernährung, Rauchen, Diabetes und negativer Stress können sich zusätzlich nachteilig auf die Zahngesundheit auswirken.

Um Krankheiten zu vermeiden, sollten Sie stets auf eine perfekte Zahnpflege, insbesondere der Zahnzwischenräume achten. In unserer Praxis geben wir Ihnen dazu gerne individuelle Ratschläge. Wir empfehlen unbedingt, das von den gesetzlichen Krankenkassen getragene jährliche Zahnsteinentfernen in Anspruch zu nehmen. Nur so beugen Sie einer möglichen Zahnfleischentzündung oder Parodontalerkrankung vor. Eine zusätzliche Professionelle Zahnreinigung ist in vielen Fällen sinnvoll.

Warum wird beim Zahnarzt so oft geröntgt? Ist die Strahlenbelastung dabei nicht zu hoch?

Das Röntgen ist für den Zahnarzt unerlässlich. Nur auf diese Weise können wir auch die Bereiche Ihrer Zähne begutachten, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind und so frühzeitig Krankheiten diagnostizieren und heilen. Feine oder versteckte Karies zum Beispiel kann so behandelt werden, bevor sie sich ausbreitet. Umgekehrt handelt es sich nicht bei jeder dunklen Stelle an Zähnen um Karies: hier kann ein Röntgenbild unnötiges Bohren vermeiden.

Da die angefertigten Röntgenbilder sehr klein sind, ist die Strahlenbelastung verglichen mit Röntgenaufnahmen anderer medizinischer Fachbereiche klein.

Um die Strahlung beim Röntgen so weit wie möglich zu reduzieren, verwenden wir ausschließlich digitale Aufnahmetechniken.

Was ist die Besonderheit der Vector-Methode?

Beim Vector-System handelt es sich um ein Ultraschallgerät mit einer filigranen Metall- oder Karbonspitze, die in hochfrequente, ausschließlich vertikale Schwingungen versetzt wird. Gleichzeitig mit dem Kühlwasser führt das Gerät eine Art feinstkörnigen „Schleifsand“ zu.

Durch die hochkontrollierte Schwingung werden die Oberflächen der Zahnwurzeln nicht nur sehr gründlich gereinigt, sondern auch perfekt geglättet. Das Verfahren ist äußerst schonend, so dass nach der Behandlung kaum Schmerzen oder empfindliche Zahnhälse zu erwarten sind.

Was passiert bei einer Wurzelbehandlung?

Das Ziel einer Wurzelbehandlung ist die optimale Reinigung und Füllung des in den Zahnwurzeln gelegenen Kanalsystems. Im Rahmen einer zeitgemäßen Wurzelbehandlung wird die Aufbereitung der oftmals stark gekrümmten Hauptkanäle mit hochflexiblen Titanfeilen durchgeführt. Dabei dient die mechanische Reinigung des Kanalsystems allerdings nur dazu, ein ausreichend tiefes Eindringen verschiedener reinigender Chemikalien zu gewährleisten. Die Länge der Zahnwurzeln wird nicht mehr anhand eines Röntgenbildes, sondern mit Hilfe eines elektronischen Messgerätes ermittelt. Nach gründlicher Reinigung und Trocknung des Kanalsystems wird es mit Guttapercha – einer Art Naturkautschuk – und einem auf die Wurzel abgestimmten Zement gefüllt. In stark infizierten Kanälen kann ein Laser eingesetzt werden.

Endodontische Problemfälle werden mit hoher Erfolgsquote von Herrn Dr. Groß und Herrn Dr. Wolf behandelt.

Warum muss ich bei Füllungen zuzahlen?

Bereits 1994 haben wir uns entschieden, das von den gesetzlichen Krankenkassen als Standard vorgesehene Amalgam nicht mehr zu verarbeiten. Stattdessen verwenden wir als „Kassenfüllung“ ein Komposit aus Kunststoff und Keramik, das sich durch gute Haltbarkeit und natürliche Ästhetik auszeichnet. Kunststoffe schrumpfen allerdings um ca. 1- 3 Prozent während sie aushärten. Randspalten können die Folge sein. Um die Bildung von Randspalten zwischen Füllung und Zahn zu reduzieren, besteht die Möglichkeit den Kunststoff in mehreren Schichten einzubringen, und jede Schicht einzeln auszuhärten. Für diese sogenannte „geschichtete Kunststofffüllung“ verwenden wir ein sehr hochwertiges nanogefülltes Hybridkomposit. Die damit verbundenen Materialkosten und der deutlich erhöhte Zeitaufwand machen eine Zuzahlung von Seiten des Patienten leider unvermeidbar.

Ist eine Zuzahlung bei einer Wurzelbehandlung nötig?

Wir führen in unserer Praxis eine sehr moderne Wurzelbehandlung durch. Dadurch steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit im Vergleich zur herkömmlichen Vorgehensweise erheblich, und ein langfristiger Zahnerhalt wird ermöglicht. Leider ist diese Methode mit großem materiellen und vor allem zeitlichen Aufwand verbunden. Eine private Zuzahlung ist unvermeidbar, fällt aber im Gegensatz zu den erwartbaren Folgen und anfallenden Kosten bei Zahnverlust gering aus. Die Berechnung richtet sich nach dem zeitlichen Aufwand.